Wirkung von Pulsuhren auf Trainingseffekt wird massiv überschätzt

Pulsuhr zum Puls messenDie Wirkung von Pulsuhren auf den Trainingseffekt wird bei weitem überschätzt. Vor beinahe 30 Jahren hat es die Miniaturisierung mögklich gemacht, dass die Messung von Pulswerten nicht mehr nur stationär oder in einer Arztpraxis möglich ist. Tragbare Pulsuhren können den Puls EKG-genau messen und zur Verbesserung des Trainigserfolges eingesetzt werden. 1983 war es eine Sensation, dass man die Pulsuhr einfach beim Laufen und Training dabei haben konnte! Inzwischen gibt es kaum einen Spitzensportler mehr, der auf die Messung dieser Daten verzichtet. Manche Fernsehsender nutzen diese sogar, um die Leistungen der Sportler noch mehr zu verdeutlichen – wie der französische Fernsehsender bei der Übertragung der Tour de France. Bei vorgebener Geschwindigkeit oder einem vorgegebenem Trainingspensum ermöglicht die Messung, den individuellen Leistungsstand festzustellen.

Die Pulsuhr ist kein Allheilmittel

Wer in die Prospekte der großen Sporthändler oder auch Kaufhäuser sieht, der wird immer mehr Angebote für Pulsuhren entdecken. Die Pulsuhr verbreitet sich immer mehr auch bei Hobbyläufern! Deshalb kannst du immer öfter beobachten, dass auf den Laufstrecken auch das Piepen und Warntöne dieser Herzfrequenzmesser zur Tagesordnung gehören. Großes Problem dabei ist, dass sich die Läuferinnen und Läufer viel zu sehr auf die angezeigten Pulswerte verlassen und nicht mehr in den Körper hineinhören. Zudem ist die Sportwissenschaft heute weiter als noch vor einigen Jahren, weshalb dem Erreichen der optimalen Herzfrequenz nicht mehr die Bedeutung zugemessen wird, die sie früher einmal hatte. So setzt sich der Spiegel in seiner Online-Ausgabe unter der Überschrift “Wer misst, misst Mist!” überaus kritisch damit auseinander.

Trainingsleistung zählt mehr als der Pulswert

Noch vor wenigen Jahren zählte das Erreichen der richtigen Herzfrequenz zu den Dogmen des Sports. Dieses Ziel basiert auf der These, dass es ähnlich wie bei einem Automotor eine optimale Herzfrequenz – also Drehzahl des Motors – gäbe. Damit wäre dieser Wert DAS entscheidende Trainingskriterium. Inzwischen raten die Experten dem Freizeitsportler aber, auf die Signale des eigenen Körpers zu hören. Der Sportler merkt es selbst am besten, ob er sich überfordert oder seinen Körper zu wenig belasten würde.

Zudem stellen immer mehr Fachleute die These in Frage, dass eine Fettverbrennung nur in einem ganz bestimmten und mathematisch bestimmbaren Frequenzbereich bzw. Ausdauerbereich stattfinden würde. Inzwischen sagen die Wissenschaftler, dass es auf die Leistung ankommen würde. Und zwar sowohl beim Laufen und Ausdauersportarten, wie auch beim Bodybuilding und der Muskelkräftigung. Statt der Messung der Herzfrequenz bezieht man sich eher auf die vom Sportler erreichte Leistung – gemessen in Watt! Zudem sollten die Belastungsgrenzen des Körpers verschoben werden, in dem man kurzfristige Belastungen gezielt in das Training einbaut.

Intervalltraining im Fokus

Inzwischen verbreitet sich die Erkenntnis, dass Fettverbrennung und Kondition auch gesteigert werden können, wenn keine Ausdauersportart betrieben wird. Auch hohe Intensitäten und ein kurzes Training können einen ähnlichen meist sogar bessern Effekt haben. Eine höhere Belastung schadet einem gesunden Sportler nicht – weder einem Erwachsenen noch einem Kind – wenn er vorher vom Sportmediziner untersucht worden ist.

Deshalb erlebt das Intervalltraining eine Renaissance: Mit diesem kann sowohl der Kreislauf gestärkt als auch der Laktatstoffwechsel beeinflusst werden. Ein kontinuierlicher Wechsel von 30 Sekunden hoher Belastung und 30 Sekunden langsamen Laufen kann jeder Freizeitsportler in seine Laufstrecke einbauen. Allerdings ist die Pulsuhr hierfür nicht hervorragend geeignet, da sie bei Unter- oder Überschreiten des Zielpulswertes ständig piepen würde. Dann sollte man wieder in seinen Körper hineinhören.

Tipp: Allerdings ist die Pulsuhr eine gute Erfindung, wenn man lernen möchte, seinen Körper und die Leistungsfähigkeit des Herzens gut einzuschätzen. Der normale Ruhepuls und der Puls bei einer standardisierten Belastung geben Auskunft über den Trainingsfortschritt.

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